Theateraufführung "Unsere kleine Stadt"

Am 16. und 17. März präsentierte der Profilkurs Theater und Film unter der Leitung von Herrn Rosenberger sein Theaterprojekt "Unsere kleine Stadt" von Thornton Wilder.

Das epische Theaterstück spielt zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts in der gänzlich unspektakulären Kleinstadt Grover’s Corners. Der erste Akt steht unter dem Stichwort „verliebt“. Im ganz normalen Alltagsgetümmel der Kleinstadt verlieben sich die Nachbarskinder George und Emily ineinander. Diese Verbindung wird im zweiten Akt, der unter dem Motto „verlobt“ steht, wegen der gesellschaftlichen Konventionen einige Jahre später durch eine (mehr oder weniger freiwillige) Hochzeit besiegelt. Doch das „Glück“ des jungen Paares hält nicht lange an und wird schon bald durch den tragischen Tod Emilys zunichte gemacht. Emilys Erfahrung im Jenseits und bei ihrer kurzen Rückkehr ins Diesseits sind Kern des dritten Aktes.

 

Die Zuschauer wurden von drei Spielleitern geschickt durch die drei Akte des Stücks geführt, was die Vorführung sehr abwechslungsreich gestaltete. Und sogar das Publikum durfte Teil der Vorstellung sein und seine ganz persönlichen Fragen zu Grover’s Corner an die Schauspieler stellen. Auch für einige Überraschungsmomente war gesorgt: So durften die Zuschauer zum Beispiel verblüfft einer plötzlichen Gesangseinlage der Schauspieler lauschen oder den geschickten Einsatz der technischen Möglichkeiten in Form eines kurzen Filmclips bewundern. Während der erste und zweite Akt eher der Unterhaltung dienten und durchaus für den ein oder andern Lacher oder zumindest für ein breites Grinsen im Publikum sorgten, zeigte sich im dritten Akt der Tiefgang des Stücks. Er thematisierte ernste Themen wie den Tod und Jenseitserfahrungen, aber auch die tragische Erkenntnis, mit welch belanglosen Themen sich die Menschen während des Lebens auf der Erde beschäftigen.

Das Publikum würdigte die beeindruckende Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler in Form eines donnernden Applauses. Am Ende sah man nur glückliche Zuschauer den Raum verlassen, die ausnahmslos begeistert von der Vorstellung waren.

Wir freuen uns bereits jetzt auf eine weitere gelungene Aufführung im nächsten Jahr, dann leider ohne die Darsteller aus der Q12, die die Schule dieses Jahr mit dem Abitur verlassen werden.

Alissa Fock, Q12