Wenn`s mal ernst wird ...

... ist es gut, wenn man schon einmal ein Bewerbungstraining mitgemacht hat.

Stell Dir vor, Du bewirbst Dich für Deine Traumstelle in Deinem Traumberuf und auch noch in Deiner Traumfirma und Du wirst aus 60 bis 100 Bewerbern zusammen mit 5 oder höchstens 6 Mitbewerbern ausgewählt und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Wie viel man bis dahin schon richtig gemacht hat, streifte Herr Günter Lehnert von der Barmer Ersatzkasse nur kurz, indem er darauf hinwies, wie viel Zeit man sich für ein Bewerbungsschreiben nehmen sollte. Nach der 20. Überarbeitung innerhalb von 2 bis 3 Wochen könnte es sein, dass es für diese Einladung reicht.   

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Herr Lehnert geht während des Tests durch die Reihen, genau wie die Personalentscheider in den Firmen. Davon darf man sich nicht stören lassen. 

Thema dieses Vortrags, der für alle P-Seminaristen der Q11 im Rahmen der StuBo-Phase, also Studien- und Berufsorientierung, stattfand, war aber, was nach einer solchen Einladung auf einen zukommt. 

Zuerst mussten die Schülerinnen und Schüler eine Auswahl von typischen Prüfungsaufgaben aus Bewerbungstests unter Zeitdruck bearbeiten. Geprüft wurden dabei Allgemeinwissen, Rechnen, Rechtschreiben, Konzentrationsvermögen und Belastbarkeit sowie Ordnung und Sorgfalt. Anschließend wurden nicht nur die Lösungen besprochen, sondern auch Fallen, die in solchen Tests eingebaut sind, aufgezeigt und Tipps zur Bewältigung erteilt. 

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Nächster Besprechungspunkt waren die typischen Aufgaben in einem Assessmentcenter, in dem mehrere Beobachter das Verhalten und die Persönlichkeit der Bewerber mit Hilfe mehrerer praxisnaher beruflicher Situationen bewerten, zum Beispiel in Gruppendiskussionen, prktischen Arbeiten oder Rollenspielen. Auch hierzu geb es wichtige Verhaltenstipps. Zum Abschluss musste jeder Schüler auch noch innerhalb von 4 Minuten überlegen und notieren, was er/sie in einem Vorstellungsgespräch über sich mitteilen würde. Julia Linhardt wurde per Zufallswahl bestimmt, ihre Ergebnisse in 2 Minuten zu präsentieren, und musste danach feststellen, dass sie 40 Sekunden zu früh fertig gewesen wäre.  

Das wird ihr und unserer Schülerinnen und Schüler in Zukunft bestimmt nicht mehr passieren, so dass alle hoffentlich ihren Traumjob bekommen werden.   

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Herr Lehnert achtet auf jedes Wort, das Julia sagt.